Nora K. | Li

Nora K. und Li

Nun ist Li (ehemals Lea) gute drei Monate bei mir. Es kommt mir vor als sei sie schon immer hier gewesen, denn sie gehört einfach dazu.
Vorbehalte gegen Tierheim-Hunde gibt es Zuhauf: „Da weisst du nicht was du kriegst, die haben doch alle Macken und/oder sind krank“.. ich beschloss es trotzdem zu wagen, auch weil mich mein erster, mittlerweile 11-jähriger Hund (den ich habe, seit er ein Welpe war) unter anderem eines gelehrt hat: Hunde leben in der Gegenwart. Sie grübeln nicht über die Vergangenheit, sie träumen nicht von der Zukunft, wie wir Menschen es tun. Das macht es ihnen einfacher, sich an veränderte Situationen zu gewöhnen, vor allem wenn sie in ein Umfeld kommen, das ihnen schlicht und einfach vermittelt: Du bist hier und es ist gut.
Li war von der ersten Sekunde an stubenrein, vertrug sich mit meinem alten Hund und meinen beiden Katzen, konnte alleine bleiben und brauchte nur einen Tag, um sich an der Leine vom „zappelnden Fisch“ in ein freudig mitlaufendes Hündchen zu verwandeln. Sie kann frei laufen, auch wenn man sich als quicklebendiges, neugieriges Hunde-Teenie halt noch von vielem ablenken lässt. Sie ist kerngesund und hatte bisher noch nicht einmal Durchfall.


Hat sie auch Macken? Aber ja! Sie knurrt noch immer Leute an, die einzeln auf sie zukommen, grosse Hunde lassen sie manchmal ausrasten. Unsicherheiten, wie man sie als Hund so hat. Als ganz normaler Hund.Ich habe mal folgenden Satz gelesen: Man kriegt nicht immer den Hund den man wollte – aber immer den, den man braucht. Ich finde mit Li habe ich beides in einem bekommen.
In diesem Sinne danke ich Frau Offner für die gute Beratung und Auswahl, und dem ganzen Team für die tolle Arbeit und das grosse Engagement für diese Tiere. Mögen noch viele, viele dieser wundervollen Hunde einen Lebensplatz finden.
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